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Leidenschaft für Landwirtschaft.

Viele Unternehmen haben eine Geschichte – manche haben Geschichte geschrieben. In der Welt der Landwirtschaft zählt CLAAS zu den prägenden Unternehmen. Begleiten Sie uns auf einen Streifzug durch die Geschichte des Unternehmens seit seiner Gründung 1913.

Leidenschaft für Landwirtschaft.

Viele Unternehmen haben eine Geschichte – manche haben Geschichte geschrieben. In der Welt der Landwirtschaft zählt CLAAS zu den prägenden Unternehmen. Begleiten Sie uns auf einen Streifzug durch die Geschichte des Unternehmens seit seiner Gründung 1913.

Vor 15 Jahren

Wie CLAAS zum eigenen Traktor kam

CLAAS steigt in den Traktorenmarkt ein: 2003 sorgte diese Nachricht für viel Furore in der Landtechnikbranche. Lothar Kriszun, ehemaliger Sprecher der Konzernleitung und für das Geschäftsfeld Traktoren verantwortlich, erinnert sich im Interview an diesen für CLAAS bedeutenden Schritt in seiner Unternehmensgeschichte – und was sich seither getan hat.

Lothar Kriszun, Jahrgang 1952, war seit 1981 in unterschiedlichen Funktionen in der CLAAS Gruppe tätig. Zuletzt war er, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im September 2017, Sprecher der Konzernleitung und für das Geschäftsfeld Traktoren verantwortlich. Für CLAAS Intern erinnert er sich im Zeitzeugeninterview an die Übernahme von Renault Agriculture im Jahr 2003 und die Entwicklung des CLAAS Traktors.

Warum war es für CLAAS wichtig, einen eigenen Traktor zu besitzen?

Ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor ist die Distribution. Der Handel trägt wesentlich zum Erfolg der Marke bei. Deshalb ist es für uns so wichtig, über eine starke Handelsorganisation zu verfügen. Umsatz und Ergebnis eines Landmaschinenhändlers hängen sehr stark von seinem Produktportfolio ab: Traktoren machen einen großen Teil aus, darüber hinaus ziehen sie auch die Anbaugeräte, die CLAAS nicht im Programm hat. In den letzten Jahrzehnten sind fast alle Traktorenmarken entweder vom Markt verschwunden oder in großen Konzernen aufgegangen, sodass es immer weniger freie Traktorenmarken gab, mit denen wir auf Handelsebene hätten zusammenarbeiten können. So gab es für CLAAS nur einen Weg: einen eigenen Traktor auf die Beine zu stellen.

Wie kam man auf Renault Agriculture?

Was nur wenige wissen: Renault baute bereits 1918 die ersten Traktoren. Das Unternehmen war als Landtechnikmarke in Frankreich stark vertreten, im Ausland jedoch weniger bekannt. Hinzu kam, dass sich das Unternehmen Renault sehr stark in Richtung Automotive entwickelte, sodass der Bereich der Landtechnik mit der Zeit an Bedeutung verlor. Da suchte das Renault-Management einen sicheren Hafen für seine traditionsreiche Landtechniksparte.

Wie gelang die Integration? Was waren die Herausforderungen?

Als wir mit dieser Neuigkeit im Frühjahr 2003 an die Öffentlichkeit gingen, war das eine wirkliche Sensation. Wir sind dieses Projekt in der gesamten Mannschaft mit dem für CLAAS typischen Elan angegangen und haben unsere Markenstrategie überarbeitet. Die Farbe war ein ganz wichtiger Aspekt. Da waren die Vertriebspartner, vor allem in Deutschland, eindeutig und haben gesagt: Der Traktor muss von Anfang an saatengrün sein. Das haben wir auch so umgesetzt, in Frankreich ein Jahr später Bereits auf der Agritechnica 2003 stellten wir ein komplettes Traktorenprogramm von 72 bis 335 PS in saatengrüner Farbe vor – mit dem von CLAAS entwickelten Großtraktor XERION als Flaggschiff.

Wie haben sich die Marktanteile verändert?

Renault war im Prinzip französisch und hatte 70% seines Umsatzes in Frankreich und 30% außerhalb. Dieses Verhältnis haben wir innerhalb von 3 – 4 Jahren gedreht. Das hat sehr schnell zu einer Internationalisierung geführt. Es war CLAAS besonders wichtig, in Deutschland Fuß zu fassen. Das hat unsere deutsche Vertriebsgesellschaft hervorragend hinbekommen. Wir gingen damals gerade mal mit einem Prozent Marktanteil ins Rennen. Heute stehen wir in Deutschland auf Platz drei. In Anbetracht der kurzen Zeit ein beachtlicher Erfolg!

Was schätzen Sie an der französischen Kultur?

Als ich nach Frankreich ging, war meine Devise, nicht die deutsche Arbeitsweise nach Frankreich zu bringen, sondern einen Unterschied zwischen Deutsch und Französisch gar nicht erst aufkommen zu lassen. Meine Maxime war: Wir wollen keine deutsche Kultur, wir wollen keine französische Kultur, wir wollen eine CLAAS Kultur entwickeln.

Wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen. Wo sehen Sie den Traktor in 10 Jahren?

Wenn wir so weitermachen wie bisher, halte ich Platz drei in Europa für realistisch. Wir haben in den letzten Jahren sehr große Fortschritte gemacht. Der kürzlich vorgestellte AXION TERRA TRAC stellt dies eindrucksvoll unter Beweis.